Stand: 1. 12. 2025
1. Anbieter und Geltungsbereich
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen, nachfolgend „AGB“, gelten für alle Verträge über Marketing-, Beratungs-, Analyse-, Werbe- und sonstige digitale Dienstleistungen zwischen:
ROI index, s.r.o.
Lermontovova 3
811 05 Bratislava
Slowakische Republik
Unternehmens-ID (IČO): 52808297
Steuernummer (DIČ): 2121160965
USt-IdNr.: SK2121160965
Eingetragen im Handelsregister des Stadtgerichts Bratislava III, Abteilung Sro, Einlage Nr. 142562/B.
E-Mail: info@roi-index.eu
Website: www.roi-index.eu
nachfolgend „Auftragnehmer“ genannt,
und dem jeweiligen Kunden, nachfolgend „Auftraggeber“ genannt.
1.2. Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern, juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften, die den Vertrag im Rahmen ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit abschließen. Verbraucher werden auf Grundlage dieser AGB nicht als Auftraggeber angenommen.
1.3. Abweichende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers gelten nur, wenn der Auftragnehmer ihrer Anwendung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
1.4. Individuelle Vereinbarungen, Angebote, Leistungsbeschreibungen und Auftragsbestätigungen haben Vorrang vor diesen AGB.
2. Vertragsgegenstand und Leistungen
2.1. Der Auftragnehmer erbringt insbesondere Dienstleistungen in folgenden Bereichen:
- Google Ads und andere PPC-Werbesysteme,
- Meta Ads, Facebook- und Instagram-Werbung,
- Microsoft Advertising und Bing Ads,
- LinkedIn Ads,
- Amazon Ads,
- Suchmaschinenoptimierung – SEO,
- GEO, AEO und AI Visibility,
- Keyword-, Markt- und Wettbewerbsanalysen,
- Webanalyse und Conversion-Tracking,
- Marketingstrategien und Beratung,
- Schulungen und Workshops,
- Betreuung und Optimierung von Werbekampagnen,
- Erstellung von Werbetexten, Kampagnenstrukturen und Marketingkonzepten.
2.2. Der konkrete Leistungsumfang, die Preise, Termine, Werbebudgets und sonstigen Bedingungen ergeben sich aus dem jeweiligen individuellen Angebot oder der Auftragsbestätigung.
2.3. Der Auftragnehmer ist berechtigt, die zur Erreichung der vereinbarten Ziele verwendeten Methoden, Kampagnentypen, Einstellungen und Arbeitsabläufe nach fachlichem Ermessen anzupassen, sofern dadurch der vereinbarte Leistungsumfang nicht wesentlich verändert wird.
2.4. Soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart, schuldet der Auftragnehmer eine fachgerechte Dienstleistung, jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg.
2.5. Prognosen, Hochrechnungen, Potenzialanalysen, erwartete Klickzahlen, Rankings, Leads, Umsätze, ROAS-Werte oder andere Leistungskennzahlen sind unverbindliche Schätzungen. Sie stellen keine Garantie dar.
3. Vertragsschluss
3.1. Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden.
3.2. Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Auftraggeber:
- ein individuelles Angebot per E-Mail oder in anderer Textform annimmt,
- eine Auftragsbestätigung erhält,
- eine vereinbarte Vorauszahlung leistet oder
- die vereinbarte Leistung mit Zustimmung beider Parteien begonnen wird.
3.3. Voraussetzung für die Einbeziehung dieser AGB ist, dass der Auftraggeber vor Vertragsabschluss auf sie hingewiesen wurde und die Möglichkeit hatte, ihren Inhalt einzusehen.
3.4. Änderungen oder Ergänzungen des Leistungsumfangs bedürfen einer Vereinbarung in Textform. Zusätzliche Arbeiten, die nicht im ursprünglichen Angebot enthalten sind, können gesondert berechnet werden.
3.5. Vertragssprache ist Deutsch. Werden Übersetzungen bereitgestellt, ist im Verhältnis zu deutschsprachigen Auftraggebern die deutsche Fassung maßgeblich, sofern nicht individuell etwas anderes vereinbart wurde.
4. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
4.1. Der Auftraggeber stellt dem Auftragnehmer rechtzeitig alle Informationen, Unterlagen, Zugänge und Materialien zur Verfügung, die für die Erbringung der vereinbarten Leistungen erforderlich sind.
Hierzu gehören insbesondere:
- Zugänge zu Werbekonten und Analysewerkzeugen,
- Informationen über Produkte und Dienstleistungen,
- Zielgruppen und Zielregionen,
- Preise, Margen und geschäftliche Ziele,
- Texte, Bilder, Logos und Videos,
- technische Informationen zur Website,
- Freigaben und Rückmeldungen,
- Informationen über rechtliche oder branchenspezifische Einschränkungen.
4.2. Der Auftraggeber gewährleistet, dass die von ihm bereitgestellten Inhalte, Produkte, Dienstleistungen und Werbeaussagen rechtmäßig sind und keine Rechte Dritter verletzen.
4.3. Der Auftraggeber ist insbesondere für die rechtliche Zulässigkeit seiner Angebote, Preise, Produktbeschreibungen, Garantien, Rabattaktionen, Bilder, Marken, Gesundheitsangaben und sonstigen Werbeaussagen verantwortlich.
4.4. Der Auftraggeber ist für die Rechtmäßigkeit seiner Website, seines Online-Shops, seiner Datenschutzerklärung, seines Cookie- und Consent-Managements sowie seiner Datenverarbeitung verantwortlich, soweit diese Leistungen nicht ausdrücklich vom Auftragnehmer übernommen wurden.
4.5. Verzögert sich die Leistung aufgrund fehlender Unterlagen, Zugänge, Freigaben oder Rückmeldungen des Auftraggebers, verlängern sich vereinbarte Fristen entsprechend. Der Auftragnehmer haftet nicht für Verzögerungen, die durch eine unzureichende Mitwirkung des Auftraggebers entstehen.
4.6. Der Auftraggeber informiert den Auftragnehmer unverzüglich über Änderungen, die Auswirkungen auf Kampagnen oder vereinbarte Leistungen haben können. Dies betrifft insbesondere Preisänderungen, nicht verfügbare Produkte, geänderte Öffnungszeiten, neue Geschäftsbedingungen oder technische Änderungen an der Website.
4.7. Zugangsdaten dürfen nur über angemessen geschützte Kommunikationswege übermittelt werden. Soweit möglich, sind rollenbasierte Zugriffsberechtigungen anstelle der Weitergabe persönlicher Passwörter zu verwenden.
5. Werbekonten, Daten und Zugriffsrechte
5.1. Werbekonten, Analysekonten und darin enthaltene Kundendaten sollen grundsätzlich im Eigentum beziehungsweise unter der Kontrolle des Auftraggebers verbleiben.
5.2. Der Auftraggeber gewährt dem Auftragnehmer für die Dauer der Zusammenarbeit die erforderlichen Zugriffsrechte.
5.3. Nach Beendigung der Zusammenarbeit ist der Auftragnehmer berechtigt und verpflichtet, seine eigenen Zugriffsrechte innerhalb einer angemessenen Frist zu entfernen oder entfernen zu lassen.
5.4. Der Auftragnehmer ist nicht verpflichtet, Konten, Daten oder Kampagnen zu übertragen, die nicht dem Auftraggeber gehören oder deren Übertragung durch die Bedingungen einer Drittplattform ausgeschlossen ist.
5.5. Der Auftraggeber ist für die Sicherung seiner Zugangsdaten und die Verwaltung der Benutzerrechte verantwortlich. Verdächtige Zugriffe oder Sicherheitsvorfälle sind dem Auftragnehmer unverzüglich mitzuteilen.
6. Werbebudget und Kosten Dritter
6.1. Das Werbebudget ist nicht Bestandteil der Vergütung des Auftragnehmers, sofern im individuellen Angebot nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
6.2. Werbeausgaben werden in der Regel direkt zwischen dem Auftraggeber und der jeweiligen Werbeplattform abgerechnet.
6.3. Kosten für Werbeplattformen, Software, Tracking-Systeme, Stockmaterial, Lizenzen, externe Produktion, Übersetzungen, Programmierung, Hosting oder sonstige Drittleistungen werden gesondert berechnet, sofern sie nicht ausdrücklich im Angebot enthalten sind.
6.4. Der Auftraggeber legt das maximale Werbebudget in Textform fest. Plattformbedingte Abweichungen bei der täglichen oder monatlichen Abrechnung können trotz sorgfältiger Kampagnensteuerung nicht vollständig ausgeschlossen werden.
6.5. Der Auftragnehmer ist berechtigt, Kampagnen vorübergehend zu pausieren, wenn:
- das vereinbarte Budget erreicht wurde,
- Zahlungsprobleme auftreten,
- Sicherheitsrisiken bestehen,
- die Rechtmäßigkeit von Inhalten unklar ist,
- eine Sperrung des Werbekontos droht oder
- eine Fortsetzung der Kampagne voraussichtlich zu einem erheblichen vermeidbaren Schaden führen würde.
Der Auftraggeber wird darüber möglichst zeitnah informiert.
7. Plattformen und Leistungen Dritter
7.1. Der Auftragnehmer hat keinen Einfluss auf die dauerhafte Verfügbarkeit, Funktionsweise oder Geschäftspolitik externer Plattformen wie Google, Meta, Microsoft, LinkedIn, Amazon, TikTok, Analyseanbietern, Suchmaschinen oder KI-Systemen.
7.2. Der Auftragnehmer kann nicht gewährleisten, dass:
- Anzeigen dauerhaft freigegeben werden,
- Werbekonten nicht eingeschränkt oder gesperrt werden,
- bestimmte Anzeigenpositionen erreicht werden,
- Suchmaschinen-Rankings dauerhaft bestehen bleiben,
- Inhalte in AI Overviews oder KI-Antworten angezeigt werden,
- Plattformen ihre Algorithmen, Preise oder Richtlinien nicht ändern,
- Tracking-Daten vollständig oder fehlerfrei zur Verfügung stehen.
7.3. Änderungen von Algorithmen, Plattformbedingungen, Datenschutzvorgaben, technischen Schnittstellen oder Werberichtlinien können Anpassungen der vereinbarten Leistungen erforderlich machen.
7.4. Der Auftraggeber ist verpflichtet, die Nutzungsbedingungen der von ihm verwendeten Plattformen einzuhalten.
7.5. Der Auftragnehmer haftet nicht für Sperrungen, Einschränkungen, Datenverluste oder Funktionsstörungen externer Plattformen, sofern diese nicht durch ein schuldhaftes Verhalten des Auftragnehmers verursacht wurden.
8. Termine und Leistungsfristen
8.1. Verbindliche Termine müssen ausdrücklich im individuellen Angebot oder in der Auftragsbestätigung als verbindlich bezeichnet werden.
8.2. Angegebene Bearbeitungszeiten beginnen erst, wenn:
- der Vertrag wirksam zustande gekommen ist,
- eine vereinbarte Vorauszahlung eingegangen ist und
- alle erforderlichen Unterlagen, Zugänge und Informationen vollständig vorliegen.
8.3. Nachträgliche Änderungswünsche des Auftraggebers können zu einer Verlängerung der Bearbeitungszeit und zu zusätzlichen Kosten führen.
8.4. Teilleistungen sind zulässig, sofern sie für den Auftraggeber zumutbar sind und dem vereinbarten Projektablauf entsprechen.
8.5. Der Auftragnehmer informiert den Auftraggeber über erkennbare wesentliche Verzögerungen.
9. Abnahme von Projektleistungen
9.1. Soweit die vereinbarte Leistung ein abnahmefähiges Arbeitsergebnis umfasst, wird dieses dem Auftraggeber zur Prüfung übergeben oder in dessen System implementiert.
9.2. Der Auftraggeber prüft das Arbeitsergebnis innerhalb der vereinbarten Frist und teilt erkennbare wesentliche Mängel in Textform mit.
9.3. Die Nutzung oder Veröffentlichung des Arbeitsergebnisses gilt grundsätzlich als Bestätigung, dass es für den vorgesehenen Zweck verwendet werden kann. Verdeckte Mängel bleiben hiervon unberührt.
9.4. Bei laufenden Beratungs-, Optimierungs- und Betreuungsleistungen ist keine förmliche Abnahme erforderlich.
10. Preise und Zahlungsbedingungen
10.1. Es gelten die im individuellen Angebot genannten Preise.
10.2. Soweit nicht anders angegeben, verstehen sich alle Preise in Euro als Nettopreise zuzüglich der gesetzlich anwendbaren Umsatzsteuer.
10.3. Die umsatzsteuerliche Behandlung richtet sich nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften. Bei grenzüberschreitenden B2B-Leistungen innerhalb der Europäischen Union kann bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen das Reverse-Charge-Verfahren zur Anwendung kommen.
10.4. Sofern nicht anders vereinbart, gelten folgende Zahlungsbedingungen:
- einmalige Projektleistungen werden zu 100 Prozent im Voraus bezahlt,
- laufende monatliche Leistungen werden jeweils im Voraus für den betreffenden Abrechnungszeitraum bezahlt,
- Werbebudgets und Kosten Dritter werden zusätzlich vom Auftraggeber getragen.
10.5. Rechnungen werden grundsätzlich elektronisch übermittelt.
10.6. Der Auftraggeber gerät nach Ablauf der auf der Rechnung angegebenen Zahlungsfrist in Verzug. Im Verzugsfall gelten die gesetzlichen Verzugszinsen und der Auftragnehmer kann angemessene Mahn- und Rechtsverfolgungskosten verlangen.
10.7. Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer nach vorheriger Mitteilung berechtigt, seine Leistungen und Kampagnen bis zur vollständigen Zahlung vorübergehend auszusetzen. Die Zahlungspflicht für bereits erbrachte oder vereinbarte Leistungen bleibt bestehen.
10.8. Aufrechnungs- oder Zurückbehaltungsrechte kann der Auftraggeber nur mit unbestrittenen, rechtskräftig festgestellten oder aus demselben Vertragsverhältnis stammenden Ansprüchen ausüben.
11. Laufzeit und ordentliche Kündigung
11.1. Die Laufzeit des Vertrags ergibt sich aus dem individuellen Angebot.
11.2. Einmalige Projekte enden nach vollständiger Erbringung und Bezahlung der vereinbarten Leistungen.
11.3. Laufende Leistungen werden, sofern nicht anders vereinbart, auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und können mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gekündigt werden.
11.4. Abweichende Mindestlaufzeiten und Kündigungsfristen können im individuellen Angebot vereinbart werden.
11.5. Kündigungen bedürfen mindestens der Textform, beispielsweise per E-Mail.
11.6. Bereits begonnene, erbrachte oder verbindlich beauftragte Leistungen sowie nicht stornierbare Kosten Dritter sind auch nach einer Kündigung zu bezahlen.
12. Außerordentliche Kündigung
12.1. Beide Parteien können den Vertrag aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist beenden.
12.2. Ein wichtiger Grund für den Auftragnehmer liegt insbesondere vor, wenn:
- der Auftraggeber trotz Mahnung mit einer fälligen Zahlung in Verzug bleibt,
- der Auftraggeber erforderliche Zugänge oder Unterlagen dauerhaft nicht bereitstellt,
- der Auftraggeber rechtswidrige oder irreführende Werbung verlangt,
- die Zusammenarbeit gegen Plattformrichtlinien oder gesetzliche Vorschriften verstoßen würde,
- der Auftraggeber wesentliche Vertragspflichten verletzt,
- eine Fortsetzung der Zusammenarbeit für den Auftragnehmer unzumutbar ist.
12.3. Soweit die Vertragsverletzung behebbar ist, soll die betroffene Partei vor der außerordentlichen Kündigung eine angemessene Frist zur Abhilfe setzen.
12.4. Im Fall einer berechtigten außerordentlichen Kündigung durch den Auftragnehmer bleiben die Vergütungsansprüche für bereits erbrachte Leistungen und entstandene Kosten bestehen.
13. Nutzungsrechte und geistiges Eigentum
13.1. Der Auftraggeber räumt dem Auftragnehmer für die Dauer der Zusammenarbeit die erforderlichen Rechte zur Nutzung der bereitgestellten Texte, Bilder, Logos, Marken, Videos und sonstigen Materialien ein.
13.2. Der Auftraggeber gewährleistet, dass er über die erforderlichen Rechte verfügt und dass die Nutzung der Materialien keine Rechte Dritter verletzt.
13.3. Nutzungsrechte an individuell für den Auftraggeber erstellten Arbeitsergebnissen gehen erst nach vollständiger Bezahlung im vereinbarten Umfang auf den Auftraggeber über.
13.4. Allgemeine Methoden, Strategien, Vorlagen, Prozesse, Analysesysteme, Skripte, technische Lösungen, Checklisten und das Know-how des Auftragnehmers bleiben dessen geistiges Eigentum.
13.5. Ein Anspruch auf Herausgabe interner Arbeitsdateien, editierbarer Quelldateien, Vorlagen oder interner Analysewerkzeuge besteht nur, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
13.6. Inhalte und Lizenzen Dritter unterliegen den jeweiligen Lizenzbedingungen des Rechteinhabers.
13.7. Der Auftragnehmer darf den Namen, das Logo oder Projektergebnisse des Auftraggebers nur mit dessen vorheriger Zustimmung als Referenz verwenden. Eine erteilte Zustimmung kann für die zukünftige Nutzung widerrufen werden.
14. Freistellung bei Rechtsverletzungen
14.1. Wird der Auftragnehmer aufgrund von Inhalten, Materialien, Produkten, Dienstleistungen oder Weisungen des Auftraggebers von Dritten in Anspruch genommen, stellt der Auftraggeber den Auftragnehmer von berechtigten Ansprüchen frei, soweit der Auftraggeber die Rechtsverletzung zu vertreten hat.
14.2. Die Freistellung umfasst auch angemessene Kosten der rechtlichen Verteidigung.
14.3. Der Auftragnehmer informiert den Auftraggeber unverzüglich über entsprechende Ansprüche und gibt ihm, soweit rechtlich und praktisch möglich, Gelegenheit zur Mitwirkung an der Verteidigung.
15. Mängel und Nachbesserung
15.1. Der Auftraggeber teilt erkennbare Fehler oder Abweichungen unverzüglich in Textform mit und beschreibt diese so konkret wie möglich.
15.2. Bei einem vom Auftragnehmer zu vertretenden Mangel hat der Auftragnehmer zunächst das Recht, den Mangel innerhalb einer angemessenen Frist zu beheben.
15.3. Ein Mangel liegt insbesondere nicht vor, wenn eine Leistung aufgrund folgender Umstände nicht mehr wie ursprünglich vorgesehen funktioniert:
- nachträgliche Änderungen durch den Auftraggeber oder Dritte,
- Änderungen an der Website oder technischen Infrastruktur,
- Änderungen der Plattformbedingungen oder Algorithmen,
- deaktivierte oder entzogene Zugriffsrechte,
- fehlerhafte Daten oder Materialien des Auftraggebers,
- Ausfälle oder Einschränkungen externer Anbieter.
15.4. Gesetzliche Rechte des Auftraggebers bleiben im Übrigen unberührt.
16. Haftung
16.1. Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt:
- bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,
- bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,
- bei arglistigem Verschweigen eines Mangels,
- bei ausdrücklich übernommenen Garantien,
- soweit eine Haftung gesetzlich zwingend vorgeschrieben ist.
16.2. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Auftragnehmer nur für den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf.
16.3. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
16.4. Der Auftragnehmer haftet nicht für wirtschaftliche Erwartungen, die nicht ausdrücklich als garantierte Leistung vereinbart wurden. Dies betrifft insbesondere entgangene Umsätze, Gewinne, Leads, Rankings, Reichweiten, Klickzahlen, Conversion-Raten oder ROAS-Werte.
16.5. Für Datenverluste haftet der Auftragnehmer nur in Höhe des typischen Wiederherstellungsaufwands, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung entstanden wäre, sofern die Datensicherung nicht ausdrücklich Aufgabe des Auftragnehmers war.
16.6. Haftungsbeschränkungen gelten entsprechend für Mitarbeiter, Vertreter, Erfüllungsgehilfen und beauftragte Spezialisten des Auftragnehmers.
17. Vertraulichkeit
17.1. Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und ausschließlich zur Durchführung des Vertrags zu verwenden.
17.2. Als vertraulich gelten insbesondere:
- Geschäfts- und Marketingstrategien,
- Kampagnendaten,
- Preise und Margen,
- Kundendaten,
- Zugangsdaten,
- technische Informationen,
- Know-how,
- unveröffentlichte Unterlagen und Analysen.
17.3. Nicht als vertraulich gelten Informationen, die:
- öffentlich bekannt sind,
- der empfangenden Partei bereits rechtmäßig bekannt waren,
- rechtmäßig von einem Dritten erhalten wurden oder
- aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder behördlicher Anordnung offengelegt werden müssen.
17.4. Die Verpflichtung zur Vertraulichkeit bleibt auch nach Beendigung des Vertrags bestehen.
18. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
18.1. Beide Parteien verpflichten sich zur Einhaltung der anwendbaren Datenschutzvorschriften, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung.
18.2. Soweit der Auftragnehmer personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn der entsprechenden Verarbeitung eine gesonderte Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung.
18.3. Der Auftraggeber ist verantwortlich für:
- die Rechtmäßigkeit der bereitgestellten personenbezogenen Daten,
- das Vorliegen einer gültigen Rechtsgrundlage,
- erforderliche Informationspflichten,
- erforderliche Einwilligungen,
- die korrekte Konfiguration seines Consent-Managements.
18.4. Externe Werbe-, Analyse- und Technologieplattformen können personenbezogene Daten auf Grundlage ihrer eigenen Datenschutzbestimmungen verarbeiten.
18.5. Der Auftragnehmer darf geeignete Unterauftragnehmer und technische Dienstleister einsetzen, sofern die gesetzlichen Datenschutzanforderungen eingehalten werden.
19. Einsatz von Mitarbeitern und Unterauftragnehmern
19.1. Der Auftragnehmer ist berechtigt, qualifizierte Mitarbeiter, freie Spezialisten oder Unterauftragnehmer zur Erbringung der vereinbarten Leistungen einzusetzen.
19.2. Der Auftragnehmer bleibt gegenüber dem Auftraggeber für die ordnungsgemäße Erfüllung der vertraglich übernommenen Leistungen verantwortlich.
19.3. Ein Anspruch des Auftraggebers auf die persönliche Leistungserbringung durch eine bestimmte Person besteht nur, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
20. Höhere Gewalt
20.1. Keine Partei haftet für Verzögerungen oder Leistungsausfälle, die durch Ereignisse verursacht werden, die außerhalb ihres zumutbaren Einflussbereichs liegen.
20.2. Hierzu zählen insbesondere:
- Naturkatastrophen,
- Krieg und Terrorismus,
- behördliche Maßnahmen,
- Strom-, Internet- oder Telekommunikationsausfälle,
- Cyberangriffe,
- großflächige technische Störungen,
- Streiks,
- Epidemien und Pandemien,
- längerfristige Ausfälle wesentlicher Plattformen oder Dienstleister.
20.3. Die betroffene Partei informiert die andere Partei möglichst zeitnah über das Ereignis und dessen voraussichtliche Auswirkungen.
20.4. Dauert das Ereignis länger als 60 Tage an und ist eine Fortsetzung des Vertrags nicht zumutbar, kann jede Partei den betroffenen Leistungsteil kündigen.
21. Kommunikation
21.1. Die Kommunikation zwischen den Parteien erfolgt grundsätzlich per E-Mail, Videokonferenz, Telefon oder über vereinbarte Projektmanagement- und Kommunikationssysteme.
21.2. Rechtlich relevante Erklärungen, Freigaben, Änderungen und Kündigungen sollen mindestens in Textform erfolgen.
21.3. Der Auftraggeber ist verpflichtet, Änderungen seiner Kontaktdaten unverzüglich mitzuteilen.
21.4. Eine E-Mail gilt als zugegangen, sobald sie unter gewöhnlichen Umständen im elektronischen Postfach des Empfängers abrufbar ist.
22. Änderungen dieser AGB
22.1. Änderungen dieser AGB gelten grundsätzlich nur für zukünftige Verträge.
22.2. Änderungen für laufende Vertragsverhältnisse bedürfen einer Vereinbarung zwischen den Parteien, sofern die Änderung nicht ausschließlich redaktioneller Natur ist oder aufgrund zwingender gesetzlicher Vorgaben erforderlich wird.
22.3. Individuelle Vereinbarungen zwischen den Parteien bleiben von einer Änderung dieser AGB unberührt.
23. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
23.1. Für sämtliche Vertragsverhältnisse zwischen dem Auftragnehmer und dem Auftraggeber gilt das Recht der Slowakischen Republik unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, soweit eine solche Rechtswahl gesetzlich zulässig ist.
23.2. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist Bratislava, Slowakische Republik, soweit eine entsprechende Gerichtsstandsvereinbarung gesetzlich zulässig ist.
23.3. Der Auftragnehmer bleibt berechtigt, Ansprüche auch am allgemeinen Gerichtsstand des Auftraggebers geltend zu machen.
24. Schlussbestimmungen
24.1. Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen mindestens der Textform, sofern nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist. Individuelle Vereinbarungen bleiben hiervon unberührt.
24.2. Sollte eine Bestimmung des Vertrags oder dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.
24.3. Rechte und Pflichten aus dem Vertrag dürfen vom Auftraggeber nur mit vorheriger Zustimmung des Auftragnehmers auf Dritte übertragen werden. Die Abtretung von Geldforderungen bleibt im gesetzlich zulässigen Umfang unberührt.
24.4. Diese AGB treten mit ihrer Veröffentlichung auf der Website des Auftragnehmers in Kraft.